Fachgruppe „Integration“

Ältere Menschen mit Migrationsgeschichte in Hamburg stärken

Dieses Thema betrifft viele Städte in Deutschland, insbesondere Hamburg. Mehr als 22 Prozent der Seniorinnen und Senioren in Hamburg haben einen Migrationshintergrund. Viele von ihnen kamen in den 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahren als sogenannte Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter nach Deutschland und verbringen heute ihren Ruhestand hier.

Dabei ist wichtig zu betonen: Diese Menschen haben nicht einfach eine „Chance zur Integration verpasst“. Die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen jener Zeit waren oft nicht darauf ausgerichtet, Integration aktiv zu fördern. Sie wurden vor allem als Arbeitskräfte angeworben und nicht als zukünftige Mitglieder der Gesellschaft betrachtet. Viele arbeiteten unter schwierigen Bedingungen, hatten wenig Zugang zu Sprachkursen oder gesellschaftlicher Teilhabe und gingen zunächst davon aus, später in ihre Herkunftsländer zurückzukehren.

Heute sollte daher nicht von „verpasster Integration“ gesprochen werden. Vielmehr geht es darum, die Lebensqualität älterer Menschen mit Migrationsgeschichte zu verbessern, ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken und ihre Lebensleistung anzuerkennen.

Die Fachgruppe Integration des Landesseniorenbeirats Hamburg (LSB) beschäftigt sich mit wichtigen Themen, die ältere Migrantinnen und Migranten betreffen. Ein sinnvoller Ansatz könnte die Erstellung eines mehrsprachigen Flyers sein, der wichtige Informationen verständlich und niedrigschwellig bereitstellt.

Schwerpunkte eines mehrsprachigen Informationsflyers

  • Unterstützung im Alltag und bei Behörden
  • Unterstützung im Gesundheitsbereich
  • Digitale Teilhabe
  • Soziale Teilhabe und Begegnung
  • Anerkennung ihrer Lebensleistung
  • Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen

Ziel

Ziel ist es, älteren Menschen mit Migrationsgeschichte den Zugang zu Informationen,
Unterstützungsangeboten und gesellschaftlicher Teilhabe zu erleichtern. Durch mehrsprachige Informationen, praktische Hilfen und eine enge Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen können Barrieren abgebaut und die Lebensqualität im Alter nachhaltig verbessert werden.


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