Fachgruppe „Offene Senior:innenarbeit“

Es gibt in Hamburg ca. 80 öffentlich geförderte Treffpunkte für ältere Menschen. Sowohl die
Trägerschaft als auch die Schwerpunkte sind sehr unterschiedlich, denn die Gruppe der älteren
Menschen ist nicht homogen, sondern so vielfältig wie der Rest der Bevölkerung. Die verschiedenen
Interessen, Bedarfe und Vorstellungen sollten deshalb auch in den Treffs ihren Platz haben, alle
sollten dort willkommen sein und sich wohlfühlen. Spezielle Angebote für beispielsweise LSBTIQ+,
Menschen mit Behinderungen oder migrantischem Hintergrund können durch spezielle Angebote
von dieser Willkommenskultur profitieren. Gerade auch für diese neuen Angebote der Treffs wurde
das Projekt Hauptamt zur Unterstützung der meist ehrenamtlich geführten Treffpunkte geschaffen.

Die Finanzierung der Treffpunkte hängt von der Rahmenzuweisung der Stadt Hamburg für die bezirkliche offene Senior:innenarbeit in den jeweiligen Bezirken ab. Unserer Meinung nach ist die
Finanzierung der Treffpunkte nicht mehr ausreichend und nur mit sehr viel ehrenamtlicher Arbeit zu
bewältigen. Andererseits wächst die Zahl der älteren Menschen in Hamburg und daher muss es auch
zukünftig gute und bedarfsgerechte Angebote geben. Dazu werden auch im Rahmen des Aktionsplans „Age Friendly City“ – altersfreundliche Stadt – gute Ansätze für eine Struktur von
Begegnungsmöglichkeiten und deren Bewertung aufgezeigt, die es umzusetzen gilt.

Die Fachgruppe ist dabei, auch Treffpunkte vor Ort kennenzulernen diesseits und jenseits der Elbe,
damit wir uns intensiv direkt austauschen können und so Erkenntnisse von den Menschen selbst
erhalten.

Unsere Forderungen:

  • eine ausreichende Finanzierung der Treffpunkte und Erhöhung der Rahmenzuweisung, um auch zukünftig steigende Kosten und neue inhaltliche Angebote finanzieren zu können
  • Diversität auch im Alter berücksichtigen, überholte Altersbilder verändern, lebenslanges Lernen ermöglichen
  • das Projekt hauptamtliche Unterstützung der Treffpunkte weiterhin zu fördern – Ehrenamt braucht Hauptamt
  • spezielle Zielgruppen in die Treffs integrieren und u.a. das Projekt „Älterwerden unterm Regenbogen“ weiterführen
  • Bestandsgarantien für wohnortnahe Treffpunkte, die gut zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind
  • barrierearme bzw. barrierefreie Treffpunkte für alle
  • eine Willkommenskultur für alle älteren Menschen.

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