Der Landes-Seniorenbeirat und die Bezirks-Seniorenbeiräte

Hamburgs unabhängige Interessenvertretung der Älteren

Seit 1980 gibt es auf Landesebene und in Hamburgs sieben Bezirken ehrenamtliche Interessenvertretungen der Generation 60+. Die Seniorenbeiräte setzen sich mit Nachdruck für die Belange der Älteren ein. Im Oktober 2012 beschloss die Bürgerschaft das Hamburgische Seniorenmitwirkungsgesetz (HmbSenMitwG), das am 1. April 2013 in Kraft getreten ist.

Seither bestehen die Seniorenvertretungen auf gesetzlicher Basis. Es sind verlässliche Rahmenbedingungen geschaffen und die Beteiligung von Seniorinnen und Senioren gestärkt worden. Die gegenwärtige vierjährige Amtsperiode hat im Frühjahr 2017 begonnen und endet am 31. März 2021.

Heute sind fast 430.000 Hamburgerinnen und Hamburger 60 Jahre und älter - rund ein Viertel aller Einwohner unserer Stadt. Ihre Erfahrungen und Ideen bei Planungen und Vorhaben einzubeziehen, ist ein Gewinn für alle. Die Seniorenvertreter nehmen Einfluss auf Problemlagen, die für die Älteren wichtig sind. Themen sind zum Beispiel Wohnen und Nahversorgung, Mobilität und Barrierefreiheit, Gesundheitsvorsorge und Pflege.

Die Aufgabenstellung der Seniorenvertretungen besteht darin,

  • aktiv die gesellschaftliche Teilhabe und Mitwirkung der über 60-Jährigen zu fördern und
  • die Interessen der älteren Generation in der Öffentlichkeit und gegenüber den Behörden und Bezirksämtern zu vertreten.

Die Ausschüsse der Bezirksversammlungen können die Mitglieder der Seniorenbeiräte als sachkundige Personen mit Rederecht hinzuziehen. Der Landes-Seniorenbeirat engagiert sich in vielerlei Gremien und Projekten, berät die Fachbehörde und unterrichtet den Senat und die Bürgerschaft alle zwei Jahre über seine Tätigkeit.

In selbstorganisierten Fachgruppen werden aktuelle Entwicklungen thematisiert und Positionen entwickelt.

Dieses gesellschaftliche Ehrenamt  wird von den gut 120 Mitgliedern der sieben Bezirks-Seniorenbeiräte und des Landes-Seniorenbeirates wahrgenommen. Sie sind über 60 Jahre alt und in ihrer Arbeit unabhängig, parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden. Frauen und Männer sind zu annähernd gleichen Teilen vertreten. Zwei Mitglieder jedes Seniorenbeirats haben einen Migrationshintergrund. Die Basis der Seniorenvertretung bilden ca. 500 Ehrenamtliche in den Delegiertenversammlungen der Bezirke.